Welche Medikamente werden nicht verschrieben?

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Alle über TeleClinic ausgestellten Rezepte werden nach dem Ermessen des behandelnden Arztes ausgestellt. Einen Anspruch auf den Erhalt der von Ihnen angeforderten Medikamente haben Sie im Rahmen der ärztlichen Behandlung über TeleClinic nicht.

Die sichere medizinische Versorgung von Patienten hat für Ärzte und uns immer die höchste Priorität. Deshalb werden bestimmte Medikamente, wie zum Beispiel Betäubungsmittel, Schlaf- und Beruhigungsmittel, starke Schmerzmittel, leistungssteigernde Medikamente und weitere in der Regel nicht von Ärzten über TeleClinic verschrieben.

 

Für folgende Medikamente stellen unsere Ärzte keine Rezepte aus:

  • Alle Betäubungsmittel (auch Opioide/Opiate):
    Ausnahmslos 
    werden Medikamente, die den besonderen Bestimmungen des Betäubungsmittelrechts (§ 12 BtMG, § 12 BtMVV) unterliegen, nicht über TeleClinic verschrieben. Hierzu gehören u.a.:
    • Cannabis (Cannabis-Blüten, -Extrakte, Dronabinol, THC),
    • Methylphenidat (Ritalin; Concerta; Methylphenidathydrochlorid)
    • Morphin (Capros, M-beta; M-STADA, Morphinsulfat)
    • Tilidin Tropfen
    • Sufentanil; Remifentanil; Fentanyl; Alfentanil; Buprenorphin; Hydromorphon; Methadon (Levomethadon); Diacetylmorhin; Oxycodon, Hydrocodon, Piritramid; Tapendadol; Pethidin; Dihydrocodein; Codein 
    • u.a. 

  • Schlaf- und Beruhigungsmittel: 
    Beruhigungsmittel, Schlaftabletten, Schlafmittel, wie beispielsweise:
    • Benzodiazepin-Derivate (Diazepam "Valium", Lorazepam "Tavor", Oxazepam, Alprazolam, u.a.) 
    • Z-Substanzen oder Z-Drugs (Zolpidem, Zopiclon, u.a.) 

  • Starke Schmerzmittel: 
    Opioide/Opiate, die nicht dem Betäubungsmittelrecht unterliegen: 
    • Tramadol
    • Tilidin/Naloxon
    • Codein
    • Dihydrocodein
    • Nalbuphin
    • Meptazinol
    • Naltrexon
    • Apomorphin
    • u.a.

  • Leistungssteigernde Medikamente: 
    Medikamente die auch missbräuchlich zur Steigerung der Leistungsfähigkeit im Sport (“Doping”, auch zur Beseitigung von Sideeffekts), der Lernfähigkeit oder als "Partydrogen" eingesetzt werden können:
    • Erythropoetin
    • Testosteron
    • Amphetamine (und deren Derivate-/Abkömmlinge) 
    • Tamoxifen
    • Clomifen 
    • Aromatasehemmer (Anastrozol, Letrozol, Aromasin (Exemestan))
    • Diuretika (Spironolacton, Furosemid, Torasemid, u.a.)
    • Desmopressin
    • Probenecin u.a.
  • PrEP (orale HIV-Präexpositionsprophylaxe): 
    Medikamente zur PrEP werden über Teleclinic in der Regel nicht verschrieben, da Leitlinie zufolge eine aktuelle, negative HIV-Serologie (nicht älter als 14 Tage) mit einer Wiederholung vier Wochen nach Beginn der PrEP vorliegen muss. Außerdem: Ausschluss einer Infektion mit Hepatitis B (HBs-Ag, anti-HBc), Prüfung der HBV-Immunität sowie Ausschluss einer Nierenfunktionsstörung (Krea), Ausschluss einer Infektion mit Hepatitis C, Gonorrhoe, Chlamydien sowie Syphilis.
    Auf der Seite www.prepjetzt.de finden Sie Ärzte, die sich diesem Thema verschrieben haben und Sie bestens beraten.

  • Medikamente, die durch Injektion verabreicht werden müssen:
    (Ausnahmen sind Medikamente für lebensrettende oder lebenserhaltende Zwecke (z.B. EpiPen):
    • Alprostadil: (Viridal; Caverject; zur lokalen Anwendung: Vitaros 300)
    • Liraglutid 3mg (Saxenda)
    • u.a.

  • "Zentral" wirksame Medikamente wie:
    • Epilepsie-Medikamente
      • Antiepileptika wie Pregabalin, Gabapentin,Carbamazepin u.a.) 
    • Weck- und Aufputschmittel (oder Medikamente mit diesen Nebenwirkungen)
      • Amphetamine-/Abkömmlinge: (Modafinil, Methylphenidat, Amfepramon, u.a.) 
    • Adipositasbehandlung (Ausnahme ist Orlistat) 
      • Naltrexon/Bupropion (z.B. Mysimba)
      • Amfepramon (z.B. Tenuate retard, Regenon 25, Regenon retard)  

  • Medikamente, die eine besondere Laborchemischen oder apparativen Überwachung benötigen:
    • Isotretinoin (Aknenormin u.a.): 
      dieses Medikament unterliegt besonderen Verordnungsregularien. Bei Frauen ist u.a. durch den geforderten monatlichen Schwangerschaftstest eine verantwortungsvolle Betreuung/Verschreibung über TeleClinic nicht möglich. Bei Männern ergibt sich die mögliche Verschreibung nach sorgfältiger Abwägung von Alternativtherapien.

  • Kinderwunschbehandlung:
    Unerfüllter Kinderwunsch ist ein sehr drängendes und persönliches Thema. Vor die leitliniengerechte Behandlung gehört eine ausführliche Abklärung einer Vielzahl von möglichen Ursachen bei Ihnen aber auch bei Ihrem Partner. Die notwendigen sehr komplexen Untersuchungen von körperlichen-, hormonellen-, genetischen Ursachen u.a., erfolgen für den Mann bei(m) Urologin(en), bei der Frau bei Ihrem/Ihrer Gynäkologen/in oder für beide auch im "Kinderwunschzentrum". 

    Eine Verschreibung von in der Kinderwunschbehandlung eingesetzten Medikamenten zur hormonellen Stimulation werden über TeleClinic nicht verschrieben.
    Hierzu gehören:  
    • Clomifen 
    • Letrozol ("off-label" use bei PCO)
    • Choriogonadotropin alfa (Ovitrelle)
    • u.a. 

Eine ausführliche Beratung zu diesem wichtigen Thema ist selbstverständlich über unsere Ärzte möglich. 

  • Medikamente, die zum Schwangerschaftsabbruch eingesetzt werden
    • Ein Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland gemäß § 218 Strafgesetzbuch (StGB) grundsätzlich für alle Beteiligten strafbar. Es gelten aber folgende Ausnahmen, die Sie hier nachlesen können.
    • Cytotec, Mifegyne ("RU 486") werden generell über TeleClinic nicht verschrieben.     

 

Für folgende Medikamente sind Vorbefunde notwendig:  

Vorbefunde erleichtern generell die Arbeit des behandelnden Arztes. Es ist immer richtig Vorbefunde in Ihrer Patientenakte hochzuladen.
Bei allen Medikamenten, die die Psyche beeinflussen (hierzu gehören u.a. Antidepressiva, Psychopharmake wie Neuroleptika, Antikonvulsiva, Anxiolytika, Sedativa, Psychostimulanzien u.a.) und die nicht zu den Medikamenten zählen, die generell nicht bei TeleClinic verschrieben werden, sind bei gezielten Rezeptwünschen immer Vorbefunde beizubringen.


Hilfsangebote bei Suchterkrankungen:

Hilfsangebote bei Suchterkrankungen finden Sie deutschlandweit im Internet oder gleich hier unter folgenden Kontakten: 

  • Hotline des Deutschen Roten Kreuzes (DRK): Telefon 08000 365 000 (kostenlos)
  • Online Suchtberatung der Caritas: https://beratung.caritas.de/suchtberatung
  • Sucht und Drogen Hotline: Telefon 01805 – 313031 (0,14€/Min aus dem Festnetz, Mobilfunk max. 0,42€/Min)
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