Was muss ich bei der Verordnung von KHK (kombinierte hormonelle Kontrazeptiva) beachten?

Folgen

Bei der Verordnung von KHK bedarf es einer besonderen Prüfung der entsprechenden Risikofaktoren der Frau. Deshalb gelten folgende Regeln bei der Verordnung von KHK über das Portal der TeleClinic:

  • Die Verordnung sollen nur ÄrztInnen vornehmen, die sich in besonderem Maße mit Verhütungsmitteln, insbesondere den hormonellen Kontrazeptiva, auskennen. Neben den hier qua Ihrer FachärztInnenbezeichnung in Frage kommenden Gynäkologinnen und Gynäkologen können das auch andere FachärztInnengruppen mit nachgewiesener Qualifikation (wie z.B. längere Weiterbildungszeiten in der Gynäkologie) sein.
  • Es werden nur Folgerezepte oder Rezepte bei Wiederaufnahme nach ausgesetzter Einnahme ausgestellt.
  • bei Wunsch der Patientin nach Erstverordnug eines hormonellen Kontrazeptivums soll die Patientin ausführlich beraten und zu einer(m) GynäkologIn vor Ort zur ggf. Untersuchung und Verschreibung ermutigt werden.
    Eine Erstverordnung von KHK ist über das Portal der TeleClinic nicht möglich.
  • TeleClinic sorgt mit einem ausführlichen Fragebogen durch das Abfragen von speziell bei KHK relevanten Risikofaktoren bei der Patientin für eine Triage in Richtung a) Risiko mit notwendigem ÄrztInnengespräch zur Beratung und b) Risiko und Präparatewunsch vereinbar mit der Erstellung eines Folgerezeptes anhand der Anamnese aus dem Fragebogen. 
  • Die Verantwortung und die Entscheidung über eine ärztliche Behandlung so wie über die Verschreibung/Nichtverschreibung eines Medikamentes so wie über die entsprechenden Wirkstoffe liegt immer allein bei der/dem behandelnden ÄrztIn. 
  • Bei der Verordnung von KHK soll sich der/die ÄrztIn an die Empfehlungen des BfArm halten. Diese sind auch Grundlage für den Fragebogen und finden Sie hier.
  • Mit der Patientin sind diese Informationen idealerweise zu teilen (über die Funktion Dokumente hochladen im digitalen Arbeitsplatz der TeleClinic). Wichtige Informationen über kombinierte hormonale Kontrazeptiva und das Risiko für Thrombosen/Embolien finden Sie hier.
  • ein besonderes Augenmerk hat der behandelnde Arzt bei den verschiedenen Risikoausprägungen der unterschiedlichen Gestagene in den KHKs zu legen und die Patientin stets ausführlich über diese Merkmale zu informieren. Eine Beratung muss immer so erfolgen, dass sichergestellt werden kann, dass die Patientin die Inhalte verstanden hat und diese in der mobilen TeleClinic App von der Patientin nachgelesen werden kann. Grundlage hierfür ist eine lückenlose Dokumentation der Behandlung und der Einnahmempfehlung durch den/die ÄrztIn.

  • Eine Aufstellung über die unterschiedlichen Risikoeinteilungen der Gestagenkomponenten in KHKs finden Sie hier (Quelle:   a-t 2019 50 14-5)
    H_ufigkeit_ven_ser_Thrombembolien_unter_EE-haltigen_hormonellen_Kontrazeptiva_a-t_2019_50_14-5.PNG
  • weitere Informationen zum Thema der KOK und venöser Thrombembolien inklusive eines Rote-Hand-Briefs für KOK mit Dienogest finden sie hier.

  • Die Regelverordnungsmenge ist N2! 
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