DiGAs über TeleClinic

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Ab sofort können sich TeleClinic Patienten in der App und im Web über DiGAs informieren und sich diese von unseren Partnerärzten verschreiben lassen. 

Mit dem "Digitale-Versorgung-Gesetz" (DVG) hat die Bundesregierung Gesundheits-Apps (kurz DiGA) in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufgenommen. Dies ermöglicht Ärztinnen und Ärzten Gesundheits-Apps und webbasierte Gesundheits-Programme auf Rezept zu verordnen.

DiGAs sollen dabei helfen, Krankheiten zu erkennen, zu überwachen, zu behandeln oder zu lindern. 
Der Service ist nun für alle gesetzlich Versicherten verfügbar und wird im Laufe des nächsten Jahres zusätzlich für private Versicherte ausgeweitet.

 

Hintergrund: 

Bevor die GKV die Kosten übernimmt, müssen die Applikationen vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüft werden, wodurch sie dann in das offizielle DiGA-Verzeichnis des BfArM aufgenommen werden (https://diga.bfarm.de/de/verzeichnis).

Im Rahmen der Zulassung als DiGA werden die Anwendungen auf Datensicherheit und Nutzerfreundlichkeit überprüft und ihre Wirksamkeit durch eine kontrollierte, klinische Studie nachgewiesen. Dadurch erhalten DiGAs den Status als erstattungsfähiges Medizinprodukt niedriger Risikoklassen.

Zusammenfassung:

Alle zugelassenen DiGAs sind:

  • Wissenschaftlich fundiert und von erfahrenen Fachkräften entwickelt.
  • Als Medizin­produkt mit CE-Kennzeichnung zugelassen und als digitale Gesundheits­anwendung gelistet.
  • 100% datenschutzkonform nach DSGVO.

Verordnung:

DiGAs können von Ärzten oder Psychotherapeuten verordnet werden, die Kosten werden durch die gesetzlichen Krankenkasse des Patienten übernommen. Konkret bedeutet dies: Als Patient muss ich meiner Krankenkasse lediglich das Vorliegen der medizinischen Indikation nachweisen, die die Sinnhaftigkeit oder Notwendigkeit der DiGA begründet. Daraufhin erhalte ich einen individuellen 16-stelligen Freischaltcode, mit dem ich die App für den festgelegten Verordnungszeitraum kostenlos als digitale Therapie nutzen kann. Die Verschreibung von DiGAs wird nicht auf das KV-Budget von Ärzten oder Psychotherapeuten angerechnet, sondern extrabudgetär getragen.
Zum Nachweis der medizinischen Indikation kann ich als Patient ein Muster 16 Rezeptformular einreichen oder, wie in unserem Fall, einen Arztbrief, der die Diagnose (ICD-10 Code) und die verordnete DiGA (PZN) enthält.

 

Prozess der DiGA Verschreibung bei TeleClinic:

  1. Der Patient kommt über den TeleClinic DiGA Hub in die DiGA Survey (allgemeine Survey mit leichten Anpassungen) und wählt dort als ersten Schritt im Dropdown einer der verfügbaren DiGAs aus. Im Workspace werden dann nicht nur die Infos aus dem Dropdown angezeigt, also der Name und die Therapie der DiGA (z.B. “kalmeda, digitale Tinnitus-Therapie”), sondern zusätzlich auch die anwendbaren ICD-10 Codes sowie die verfügbaren Verordnungzeiträume der DiGA, die jeweils eine eigene PZN erhalten (z.B. “kalmeda, digitale Tinnitus-Therapie, H93.1, PZN 16876740 für 90 Tage, PZN 16987851 für 120 Tage”).
  2. Der Patient beantwortet in den nächsten Schritten die Fragen der allgemeinen Survey (Schmerzen, Allergien oder Unverträglichkeiten, chronische Krankheiten, Medikamente, etc).
  3. Der Arzt-Patienten-Kontakt findet statt und der Arzt stellt die Indikation zur Therapie mit einer Gesundheits-App.
    Im Arztbrief werden die Diagnose (ICD-10 Code), der Ausschluss von Kontraindikationen und die PZN (regelt auch die Verordnungsdauer) aufgeführt . 
    Im Workspace werden der Name, die Beschreibung und die PZN der DiGA angezeigt sowie die Indikation (ICD-10 Code), die Kontraindikationen, das empfohlene Alter sowie weitere Informationen zur Verordnung(*)
  4. Der Patient reicht den Arztbrief, der ihm in der mobilen TeleClinic App als PDF-Dokument zur Verfügung gestellt wird, bei seiner Krankenkasse ein. Das geht via Upload in der Krankenkassen-App, per Post oder im Krankenkassen-Service-Center. Anschließend erhält der Patient von der Krankenkasse einen individuellen 16-stelligen Freischaltcode.
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